Ringhum.

Telefonservice für die Zahnarztpraxis: entlasten statt verpassen

8 Min. Lesezeit

Telefonservice für die Zahnarztpraxis: entlasten statt verpassen

Montagmorgen, kurz nach acht: Am Empfang steht ein Patient mit seiner Versichertenkarte, ein zweiter möchte einen Folgetermin, und das Telefon klingelt zum dritten Mal in zwei Minuten. Die Kollegin am Empfang muss sich entscheiden. Entweder bedient sie den Menschen vor sich oder den Anrufer, der vielleicht seit dem Wochenende Zahnschmerzen hat. Beides gleichzeitig geht nicht.

Genau hier setzt ein Telefonservice für die Zahnarztpraxis an. Gemeint ist jede Lösung, die Anrufe annimmt, wenn das Team gerade nicht kann: zu Stoßzeiten, in der Mittagspause, nach Feierabend oder im Urlaub. Das kann ein externer Sekretariatsdienst sein, ein gut eingerichteter Anrufbeantworter oder ein KI-Telefonassistent, der Gespräche führt, Termine einträgt und Nachrichten aufnimmt.

In diesem Artikel geht es darum, welche Anrufe sich gut auslagern lassen, welche unbedingt bei Ihrem Team bleiben sollten und wie Sie einen Telefonservice einführen, ohne dass sich Patienten abgewimmelt fühlen.

Warum das Telefon in der Zahnarztpraxis zum Engpass wird

In den meisten Praxen ist der Empfang ein Mehrfachjob: Patienten begrüßen, Anamnesebögen ausgeben, abrechnen, Rezepte und Überweisungen vorbereiten, Laborarbeiten koordinieren und eben telefonieren. Die Anrufe kommen dabei nicht gleichmäßig über den Tag verteilt. Sie häufen sich typischerweise morgens direkt nach Praxisöffnung, nach der Mittagspause und am Montag, wenn sich alles vom Wochenende angestaut hat.

Dazu kommt, dass ein großer Teil der Anrufe sich wiederholt: Termin vereinbaren, Termin verschieben, Termin absagen, Fragen zu Öffnungszeiten, Parkmöglichkeiten oder ob die Praxis neue Patienten aufnimmt. Das sind keine schwierigen Gespräche, aber sie binden Zeit, die dem Patienten am Tresen fehlt.

Was verpasste Anrufe die Praxis kosten

Ein Anruf, der ins Leere läuft, ist selten einfach nur verschoben. Was typischerweise passiert:

  • Neue Patienten rufen woanders an. Wer eine Zahnarztpraxis sucht, hat meist mehrere zur Auswahl. Wer beim ersten Versuch niemanden erreicht, probiert oft die nächste.
  • Absagen kommen nicht an. Ein Patient will seinen Termin absagen, erreicht niemanden und kommt dann einfach nicht. Die Lücke im Terminbuch bleibt leer, obwohl sie jemand anders gern genommen hätte.
  • Schmerzpatienten werden unruhig. Wer akute Beschwerden hat und nicht durchkommt, erlebt die Praxis als unerreichbar, auch wenn sie objektiv alles richtig macht.
  • Das Team steht unter Dauerstress. Ständiges Unterbrechen erhöht die Fehleranfälligkeit bei Abrechnung und Dokumentation und macht den Arbeitsplatz am Empfang unattraktiv.

Wie stark sich das in Ihrer Praxis bemerkbar macht, hängt von Größe, Lage und Patientenstamm ab. Ein Blick in die Anrufliste Ihrer Telefonanlage, also wie viele Anrufe unbeantwortet blieben und zu welchen Uhrzeiten, zeigt schnell, wo Ihr eigener Engpass liegt.

Was ein Telefonservice in der Zahnarztpraxis leisten soll

Bevor Sie sich für eine Lösung entscheiden, lohnt es sich, die Aufgaben sauber zu trennen.

Gut auslagerbar

  • Terminwünsche annehmen, freie Zeiten anbieten und eintragen
  • Termine verschieben oder absagen
  • Allgemeine Fragen beantworten: Öffnungszeiten, Anfahrt, Barrierefreiheit, Aufnahme neuer Patienten
  • Rückrufbitten mit Name, Telefonnummer und Anliegen aufnehmen
  • Außerhalb der Sprechzeiten auf den regionalen zahnärztlichen Notdienst hinweisen

Besser beim Praxisteam

  • Medizinische Einschätzungen jeder Art, etwa ob eine Schwellung bedenklich ist
  • Befunde, Röntgenbilder, Behandlungspläne und Kostenfragen zu konkreten Heil- und Kostenplänen
  • Beschwerden und emotional schwierige Gespräche
  • Alles, was Rückfragen beim Zahnarzt oder der Zahnärztin erfordert

Die Optionen im Überblick

Anrufbeantworter: günstig und einfach, aber viele Patienten sprechen ungern aufs Band, und jede Nachricht erzeugt einen Rückruf.

Externer Telefonservice mit Menschen: persönlich, aber an Servicezeiten und Personal gebunden. Die Mitarbeitenden kennen Ihre Praxis nur aus der Einweisung.

KI-Telefonassistent: nimmt rund um die Uhr ab, auch mehrere Anrufe gleichzeitig, führt Routinegespräche, trägt Termine ein und gibt Nachrichten strukturiert weiter. Ein solcher Assistent wie Ringhum eignet sich vor allem für die wiederkehrenden Anliegen. Für medizinische Fragen und heikle Gespräche bleibt er eine Brücke zum Team, kein Ersatz.

Ein Praxistag mit Telefonservice

Eine Zahnarztpraxis in einer Kleinstadt, zwei Behandlungszimmer, zwei Kolleginnen am Empfang. Seit einigen Wochen nimmt ein Telefonassistent ab, wenn beide beschäftigt sind oder die Praxis geschlossen hat.

6:40 Uhr: Eine Patientin ruft an, sie muss ihren Kontrolltermin am Mittwoch absagen, weil ihr Kind krank ist. Der Assistent sagt den Termin ab und bietet zwei Ersatztermine in der Folgewoche an. Sie nimmt den Donnerstag.

8:05 Uhr: Die Praxis öffnet, am Empfang stehen drei Patienten. Gleichzeitig kommen zwei Anrufe. Ein Anrufer möchte als Neupatient aufgenommen werden und bekommt einen Termin für die Erstuntersuchung. Der andere hat seit gestern Abend pochende Schmerzen. Der Assistent nimmt die Beschwerden auf, fragt nach Rückrufnummer und markiert den Fall als dringend. Die Kollegin am Empfang sieht die Notiz und ruft fünf Minuten später zurück, um ihn in einen Schmerzslot zu setzen.

10:30 Uhr: Durch die Absage vom Morgen ist am Mittwoch ein Termin frei geworden. Eine Patientin auf der Warteliste bekommt ihn.

12:30 Uhr: Mittagspause. Ein Anrufer fragt, ob die Praxis einen Aufzug hat und ob man vor dem Haus parken kann. Der Assistent beantwortet beides aus den hinterlegten Praxisinformationen.

15:15 Uhr: Eine Patientin hat eine Frage zu ihrem Heil- und Kostenplan. Das gehört nicht in den Telefonservice. Der Assistent nimmt die Rückrufbitte auf und gibt sie an die zuständige Kollegin weiter.

21:40 Uhr: Ein Vater meldet sich, sein Sohn ist beim Sport gestürzt, ein Schneidezahn ist abgebrochen. Der Assistent nennt den Weg zum regionalen zahnärztlichen Notdienst und weist darauf hin, bei Kopfverletzungen oder starken Blutungen den Notruf 112 zu wählen. Eine Notiz für den nächsten Morgen wird angelegt.

Am Ende des Tages hat das Team nicht weniger gearbeitet, aber deutlich seltener unterbrochen. Und kein Anruf ist einfach verloren gegangen.

Telefonservice für die Zahnarztpraxis einführen: Schritt für Schritt

  1. Anrufe auswerten. Notieren Sie ein bis zwei Wochen lang grob, wer anruft und warum. So sehen Sie, welche Anliegen wiederkehren.
  2. Aufgaben festlegen. Entscheiden Sie schriftlich, was der Telefonservice erledigen darf und was immer zum Team geht.
  3. Notfallregel definieren. Legen Sie fest, was bei akuten Schmerzen, Unfällen und außerhalb der Sprechzeiten gesagt wird. Hinterlegen Sie die aktuellen Notdienst-Informationen Ihrer Region.
  4. Datenschutz klären. Gesundheitsdaten sind besonders schützenswert. Klären Sie, wo Gesprächsdaten gespeichert werden, wer Zugriff hat und ob ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung vorliegt. Die genauen Anforderungen können je nach Land unterschiedlich sein, im Zweifel fragen Sie Ihre Datenschutzberatung.
  5. Terminlogik übertragen. Wie lang dauert eine Kontrolle, eine Prophylaxe, ein Erstgespräch? Welche Zeiten sind für Schmerzpatienten reserviert?
  6. Übergabe regeln. Wo landen Rückrufbitten, und wer arbeitet sie bis wann ab?
  7. Testen. Rufen Sie selbst an, spielen Sie typische und schwierige Fälle durch, bevor Patienten es tun.
  8. Patienten informieren. Ein kurzer Hinweis auf der Website und im Wartezimmer nimmt Überraschungen.
  9. Nachjustieren. Schauen Sie nach den ersten Wochen gemeinsam mit dem Team, was gut läuft und wo es hakt.

Wann ein Mensch übernehmen muss

Ein guter Telefonservice weiß, wo seine Grenzen liegen. Ein Mensch aus Ihrem Team sollte übernehmen, wenn:

  • jemand starke Schmerzen, eine Schwellung, Fieber oder eine Verletzung schildert und eine Einschätzung braucht
  • ein Anrufer verunsichert, ängstlich oder verärgert ist
  • es um konkrete Befunde, Behandlungen oder Kosten geht
  • ältere oder schwerhörige Patienten sich mit einem automatisierten Gespräch schwertun
  • ein Anliegen nicht in die festgelegten Kategorien passt

Wichtig ist, dass diese Übergabe zuverlässig funktioniert: mit klarer Rückrufnotiz, Dringlichkeit und Zuständigkeit. Ein Telefonservice, der nur „wir melden uns“ sagt, aber niemand meldet sich, schadet mehr als er nützt.

Was Sie vermeiden sollten

  • Alles auslagern wollen. Das Telefon ist Teil der Patientenbeziehung. Persönliche Gespräche gehören weiter ins Team.
  • Lange Tastenmenüs. „Drücken Sie die 1 für …“ über mehrere Ebenen frustriert gerade Schmerzpatienten.
  • Veraltete Informationen. Geänderte Öffnungszeiten, Urlaub oder ein neuer Notdienstplan müssen sofort hinterlegt werden.
  • Keine Zuständigkeit für Rückrufe. Ohne klare Regel bleiben Nachrichten liegen.
  • Datenschutz als Nachgedanken. Klären Sie das vor dem Start, nicht danach.

Fazit: klein anfangen, sauber übergeben

Sie müssen nicht die ganze Telefonie Ihrer Praxis auf einmal umbauen. Beginnen Sie mit den Zeiten, in denen sowieso niemand abnimmt: Mittagspause, Abend, Wochenende. Lassen Sie den Telefonservice dort Termine annehmen, Absagen entgegennehmen und auf den Notdienst hinweisen. Wenn das läuft, erweitern Sie auf Stoßzeiten am Vormittag. Der konkrete nächste Schritt: Werten Sie diese Woche Ihre Anrufliste aus und schreiben Sie auf, welche drei Anliegen am häufigsten vorkommen. Damit haben Sie die Grundlage für jede Entscheidung.

Häufig gestellte Fragen

Darf ein externer Telefonservice Patientendaten aufnehmen?

Grundsätzlich ja, aber nur mit klaren Regeln. Gesundheitsdaten gelten als besonders schützenswert, deshalb sollten Sie vorab klären, wo Daten gespeichert werden, wer darauf zugreift und ob ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung besteht. Die konkreten Anforderungen hängen vom Land und Ihrer Praxisorganisation ab. Lassen Sie im Zweifel Ihre Datenschutzberatung draufschauen, bevor der Service startet.

Wie reagiert ein Telefonservice bei Zahnschmerzen oder Unfällen?

Er sollte keine medizinische Einschätzung geben, sondern das Anliegen als dringend markieren und schnell ans Team weiterleiten. Außerhalb der Sprechzeiten nennt er den regionalen zahnärztlichen Notdienst und bei lebensbedrohlichen Situationen den Notruf 112. Welche Formulierungen genau verwendet werden, legen Sie als Praxis vorher fest und testen sie.

Akzeptieren Patienten einen KI-Telefonassistenten?

Viele Patienten sind vor allem froh, wenn überhaupt jemand abnimmt und sie ihren Termin sofort erledigen können. Wichtig sind eine natürliche Gesprächsführung, kurze Wege und die Möglichkeit, bei Bedarf einen Rückruf vom Team zu bekommen. Ältere oder unsichere Anrufer sollten immer unkompliziert einen Menschen erreichen können.

Ersetzt ein Telefonservice die Mitarbeitenden am Empfang?

Nein. Er nimmt Routineanrufe und Anrufe außerhalb der Sprechzeiten ab, damit sich das Team auf die Patienten in der Praxis und auf anspruchsvolle Gespräche konzentrieren kann. Persönliche Beratung, Kostenfragen und schwierige Situationen bleiben beim Empfang. Die Entlastung zeigt sich vor allem in weniger Unterbrechungen und weniger liegengebliebenen Rückrufen.


Was Ringhum hier übernimmt: Ringhum nimmt Anrufe Ihrer Praxis rund um die Uhr an, vereinbart, verschiebt und storniert Termine, beantwortet allgemeine Fragen, nimmt Rückrufbitten auf und ist auch per WhatsApp erreichbar. Medizinische Einschätzungen trifft es nicht, die bleiben bei Ihrem Team. Wie die Einrichtung funktioniert, erklärt das Hilfe-Center, die Kosten finden Sie auf der Preisseite.

telefonservice zahnarztpraxistelefonservice für zahnärztezahnarztpraxis telefon entlastenpraxis telefonassistentki telefonassistent zahnarztanrufe zahnarztpraxis annehmenterminvereinbarung zahnarzt telefontelefonische erreichbarkeit zahnarzt

Ringhum nimmt Ihre Anrufe rund um die Uhr an, bucht Termine und nimmt Nachrichten auf.

Jetzt starten